Demobericht zum Protest am 15.3.2026

Kundgebung „Freiheit für unsere Mädchen“ am Breitscheidplatz in Berlin

von | 28.03.26

Gruppenbild: © GeH

Am 15. März 2026 veranstaltete der Verein Frauenheldinnen e. V. am Breitscheidplatz in Berlin eine Kundgebung unter dem Motto „Freiheit für unsere Mädchen – Null Toleranz für Frauenfeinde“. Anlass war der erstmals in Berlin begangene „Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit“. (Titelbild: ©GeH)

Die Kundgebung richtete sich gegen die zunehmende Bereitschaft von Politik und Institutionen, aus falsch verstandener Toleranz über Frauenunterdrückung hinwegzusehen. Unter dem Schlagwort der „Islamfeindlichkeit“ wird legitime Kritik am fundamentalistischen Islam delegitimiert. Der Ort war bewusst gewählt: Der Breitscheidplatz ist nicht nur ein zentraler öffentlicher Raum, sondern auch Ort eines islamistischen Terroranschlags. Die Veranstaltung sollte darauf hinweisen, dass Freiheit, Demokratie und Gleichberechtigung verteidigt werden müssen.

Rund 60 bis 90 Menschen versammelten sich zwischen Gedächtniskirche und Europa-Center und hielten trotz der Kälte die vollen zweieinhalb Stunden aus. Ein großes Banner mit dem Kampagnenmotto „Freiheit für unsere Mädchen“ – Null Toleranz für Frauenhass war weithin sichtbar, zahlreiche Plakate und Schilder machten die politischen Forderungen deutlich.

Prominente Rednerinnen und Redner

Bei der Kundgebung sprachen zahlreiche bekannte Frauenrechtlerinnen, Journalistinnen und Politiker:

Für die Frauenheldinnen sprachen außerdem:

  • Dr. Isabel Rohner, Publizistin und Autorin
  • Birgit Gärtner, Journalistin
  • Astrid Warburg-Manthey, Gleichstellungsbeauftragte
  • Birgit Ebel, Lehrerin
  • sowie eine Berliner Lehrerin

Auch die Schauspielerin und Aktivistin Sara Maria Sander war vor Ort und unterstützte die Aktion. Danke dafür!

Presseresonanz und Dokumentation

Die Aktion fand auch in Medien und Öffentlichkeit Beachtung.

Zentrale Botschaften der Kundgebung

In den Reden wurde immer wieder betont:

  • Kritik am politischen Islam ist kein Rassismus, sondern legitim und Teil der Meinungsfreiheit.
  • Frauenrechte gelten universell und dürfen nicht aus kulturellen oder religiösen Gründen relativiert werden.
  • Viele säkulare und liberale muslimische Frauen leiden selbst unter patriarchalen Strukturen und brauchen Unterstützung.
  • Demokratie, Aufklärung und Gleichberechtigung müssen aktiv verteidigt werden.

Mehrere Rednerinnen warnten vor einer schleichenden gesellschaftlichen Einflussnahme islamistischer Ideologien, die über Dialogformate, Lobbyarbeit sowie über Förderprogramme und politische Kooperationen stattfinde.

Wir machen weiter

Die Frauenheldinnen kündigen bereits jetzt an, dass sie am 1. Juli, dem sogenannten „Tag gegen antimuslimischen Rassismus“, erneut auf die Straße gehen werden.

Autorin

  • Die Redaktion des FrauenheldinnenMagazins begleitet die Arbeit von Frauenheldinnen e.V. journalistisch und dokumentarisch und bietet Raum für Analysen, Interviews, Berichte und Debattenbeiträge.

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