Bild: TitiNicola, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Leihmutterschaft ist kein Akt der Nächstenliebe, sondern ein Geschäft mit der Menschenproduktion. Hinter den Versprechen internationaler Agenturen von Nächstenliebe und Kinderwunsch steht das Leid oft armer Frauen, die ihre Körper verkaufen und ihre Gesundheit ruinieren – und traumatisierte Babys, die von ihrer Mutter getrennt werden, kaum dass sie das Licht der Welt erblickt haben.
Wir Frauenheldinnen kämpfen mit der Initiative Lasst Frauen sprechen und anderen Verbündeten dafür, dass Deutschland nicht zum Marktplatz für Menschenproduktion wird. Unser Ziel im Einklang mit der UN-Sonderbotschafterin Reem Alsalem:
Weltweite Ächtung der Leihmutterschaft als moderne Form der Sklaverei. Wir fordern, dass jegliche Form von Werbung für die verbotene „Ersatzmutterschaft“ aus Deutschland verschwindet.
Frauenbäuche sind keine Brutkästen, die man mieten kann. Kinder sind keine Ware.
Grundsatztext unserer Kampagne
Warum wir Leihmutterschaft grundsätzlich ablehnen – jenseits von Einzelfällen und Emotionen.
In unserem Essay analysieren wir die Kommodifizierung weiblicher Körper, die rechtliche Erosion des Verbots und die globalen Marktmechanismen hinter der sogenannten „Ersatzmutterschaft“.
Essay Leihmutterschaft
Klartext zu Leihmutterschaft: Es geht nicht um niedliche Babys – es geht um die Vermarktung weiblicher Körper
Wir müssen endlich aufhören, über Leihmutterschaft zu sprechen, als ginge es um niedliche Babys für arme kinderlose Paare, deren Kinderwunsch wir aus Mitgefühl erfüllen sollten. Es geht nicht um mildtätiges Handeln. Worüber wir sprechen sollten, ist die Kommodifizierung des weiblichen Körpers – in einer Welt, in der Frauenkörper Brutkästen und Babys Handelsware sind, und deren Produktions- und Lieferketten rund um den Globus führen. Das Produkt, das wirtschaftlich nutzbar gemacht wird, ist die weibliche Reproduktionsfähigkeit.
Unser rechtlicher Kampf
Wir gehen juristisch gegen diejenigen vor, die in Deutschland für Leihmutterschaft werben oder sie vermitteln.
Strafrechtlich
Wir erstatten Strafanzeige gegen die Veranstalter wegen des Verdachts strafbarer Werbung, Vermittlung und Anbahnung von Leihmutterschaft (§§ 13c, 13d, 14b AdVermiG) sowie wegen Verstößen gegen das Embryonenschutzgesetz (§ 1 Abs. 1 Nr. 7 ESchG).
Verwaltungsrechtlich
Wir gehen gegen die Städte und Veranstalter vor, die das schmutzige Geschäft mit der Menschenproduktion fördern, indem sie Veranstaltungen genehmigen, die in strafbarer Weise „Ersatzmutterschaft“ bewerben und anbahnen.
Unser Ziel: Eine eindeutige juristische Klärung des Unrechtsgehalts und ein Ende der Werbung für Mietbäuche auf deutschem Boden.
Update Frauenheldinnen gegen Babyhandel
Ein wichtiger Durchbruch – OVG NRW stärkt den Schutz von Frauen und Kindern
Update „Frauenheldinnen gegen Babyhandel”
Update: Prüfen wir eine UWG-Klage gegen illegale Werbung auf Kinderwunschmessen?
Illegale Leihmutterschaft vs. legale Reproduktionsmedizin
Illegale Surrogacy-Werbung in Deutschland?
Protestaktionen
Wir stehen nicht nur vor Gericht, sondern auch gemeinsam mit der Initiative „Lasst Frauen Sprechen!“ und unterstützt von der Zeitschrift EMMA auf der Straße. Mit unseren Protestaktionen in roten Roben, inspiriert von Margaret Atwoods „Report der Magd“, machen wir sichtbar, was Leihmutterschaft bedeutet: die Instrumentalisierung weiblicher Körper und die Entfremdung von Müttern und Kindern.
Unsere Proteste 2023 und 2025 vor den Sartory-Sälen in Köln wurden von breiter Medienresonanz begleitet. Mit Transparenten, Musik und klaren Botschaften bringen wir das Thema dorthin, wo es hingehört – in die Öffentlichkeit.
Unterstütze unseren Einsatz
Unsere juristische und politische Arbeit und die unserer verbündeten Initiative „Lasst Frauen Sprechen!“ kosten Geld – Anwaltskosten, Verfahren, Recherchen, Materialien und Koordination. Mit deiner Spende hilfst du, dass wir dranbleiben können, dass Anzeigen gestellt, Auflagen überprüft und Gesetze eingehalten werden.
Hilf uns, Leihmutterschaft in Deutschland zu stoppen. Jeder Betrag zählt.
Frauenheldinnen e.V.
Betreff: Kampf gegen Leihmutterschaft
IBAN: DE02 3106 0181 5311 3990 06
BIC: GENODED1GBM
Gladbacher Bank
Bitte geben Sie bei Spende via PayPal den Betreff “Kampf gegen Leihmutterschaft” an. Vielen Dank!
Aktionen und Termine
Wir bleiben sichtbar – auf der Straße, in den Medien, in den Gerichten. Wir laden alle Frauen, Unterstützerinnen und Männer, die an der Seite der Frauen stehen, herzlich ein, sich anzuschließen.
Hintergrundbild: Victoria Pickering auf Flickr | Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
6. März 2026: Kongress Kinder und Kommerz, Berlin
Unter den Rednern sind
- Reem Alsalem, UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Mädchen,
- Olivia Maurel, Sprecherin der Deklaration von Casablanca,
- Birgit Kelle, Publizistin und Autorin zu Geschlechter- und Ethikfragen,
- Eva Engelken, Juristin und Vorsitzende von Frauenheldinnen e.V.
8. März 2026: Demo gegen „Wish for a Baby“
Veranstaltet vom Netzwerk Frauenrechte
Frauenheldinnen e.V. beteiligt sich an der Demonstration gegen die Babykaufmesse „Wish for a Baby“ in Berlin – organisiert vom Netzwerk Frauenrechte. Die Demonstration findet statt vor dem ESTREL-Tower in Berlin, Sonnenallee 225 in Berlin-Neukölln und beginnt um 12 Uhr.
Mai 2026: Protest gegen „Men having Babys“
Gemeinsame Aktion gegen die Normalisierung internationaler Leihmutterschaftsprogramme für zahlungskräftige Kundschaft. Details folgen
Internationaler Protest & Solidarität
Leihmutterschaft ist kein nationales Phänomen – sie ist ein globales Geschäft. Frauen in ärmeren Ländern tragen die Last einer Industrie, die Kinder nach Kundenwunsch „liefert“.
Wir sind Teil eines wachsenden internationalen Widerstands
Unterstützt werden wir unter anderem von Reem Alsalem, der UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die 2025 einen bahnbrechenden Bericht vorgelegt hat.
Darin warnt sie:
„Leihmutterschaft untergräbt die Menschenwürde von Frauen und das Recht jedes Kindes, seine Mutter zu kennen.“
Gemeinsam mit Frauen aus aller Welt fordern wir ein internationales Verbot kommerzieller Leihmutterschaft.
Solidarität kennt keine Grenzen – unser Widerstand auch nicht.
Casablanca-Erklärung
Wir schließen uns der Casablanca-Erklärung an – einer internationalen Initiative, die ein weltweites Verbot der Leihmutterschaft fordert.
Die Erklärung wurde von Juristinnen, Wissenschaftlerinnen und Frauenrechtsorganisationen aus aller Welt verfasst und bekräftigt:
„Die Praxis der Leihmutterschaft ist unvereinbar mit der Menschenwürde von Frauen und Kindern und muss weltweit beendet werden.“
Hier den vollständigen Text der Casablanca-Erklärung lesen →
Presseresonanz
Unsere gemeinsame Arbeit mit Lasst Frauen sprechen hat breite Aufmerksamkeit gefunden – in EMMA, Rheinischer Post, Kölner Stadt-Anzeiger, Tichys Einblick, Die Tagespost, WDR und weiteren Medien.
Presseberichte zeigen, dass Leihmutterschaft längst kein Randthema mehr ist, sondern ein gesellschaftlicher Konflikt über Würde, Kommerz und Ethik.
Frauenheldinnen-Preis 2025
Wir freuen uns, bekanntzugeben, dass der Frauenheldinnenpreis 2025 in der Kategorie „Bestes Buch“ an Birgit Kelle verliehen wurde – für ihr Buch „Ich kauf mir ein Kind“ (Fontis Verlag, 2024).
Das Buch beleuchtet aufrüttelnd, wie aus Kinderwunsch ein globales Geschäft geworden ist – und wie Frauen und Kinder darunter leiden.
Mit dieser Auszeichnung ehren wir eine Autorin, die den Mut hat, die ethischen Grenzen reproduktiver Ausbeutung klar zu benennen.
„Ich kauf mir ein Kind“
Das unwürdige Geschäft mit der Leihmutterschaft
Man bestellt es in Amerika, der Ukraine oder auch Georgien. Herstellungsmaterial, Ausstattung und Farbe werden nach Katalog ausgesucht, man bezahlt es und holt es nach Fertigstellung ab. Wir sprechen aber nicht von Automobilen, sondern von Babys. Die sogenannte »Leihmutterschaft« avanciert damit auf dem Weltmarkt zum modernen Menschenhandel unserer Zeit. Birgit Kelle erklärt in ihrem gewohnt pointierten Stil, wem es nutzt, wer daran verdient, wer darunter leidet und warum es weltweit verboten werden muss.
