Gute Nachrichten für alle, die sich seit Jahren gegen Leihmutterschaft und Eizellspende engagieren: Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat heute einen Beschluss veröffentlicht, der unsere Arbeit entscheidend voranbringt. Auch wenn unsere konkrete Beschwerde formal keinen Erfolg hatte, ist die Begründung des Gerichts ein echter Durchbruch.
Denn das OVG NRW macht unmissverständlich klar: Die gesetzlichen Verbote von Leihmutterschaft und Eizellspende aus dem Adoptionsvermittlungsgesetz und dem Embryonenschutzgesetz gelten nicht nur auf dem Papier. Sie können vielmehr konkrete Frauen und Kinder in ihren individuellen Rechten schützen.
Damit ist klar: Mit der richtigen Klägerin sind Klagen gegen Kinderwunschmessen wie „Wish for a Baby“ oder „Men having Babies“ möglich. Das Gericht benennt ausdrücklich Ersatzmütter, betroffene Kinder und gegebenenfalls auch Bestelleltern als geschützten und damit klagebefugten Personenkreis.
Der Rechtsweg ist nun klar aufgezeigt – und wir werden ihn weitergehen. Frauenheldinnen e. V. wird eine betroffene Klägerin bei einer Fortsetzungsfeststellungsklage gegen die Stadt Köln unterstützen, um gerichtlich feststellen zu lassen, dass die Messe rechtswidrig war und künftig unterbunden werden muss.
Wir danken der Zeitschrift EMMA, die seit Jahren hartnäckig über diese menschenverachtenden Praktiken berichtet. Ebenso danken wir den Frauen der Initiative „Lasst Frauen sprechen“ für ihren kreativen Protest gegen Kinderwunschmessen, sowie allen, die mit Dokumentation, Mut und langem Atem dazu beigetragen haben, dass dieser Erfolg möglich wurde.
Zum Urteil
Zur Pressemitteilung vom 12.12.2025
FAQ:
Was bedeutet der Beschluss des OVG NRW für Messen wie „Wish for a Baby“?
Solche Veranstaltungen können künftig gerichtlich überprüft werden – wenn eine klagebefugte, persönlich betroffene Person gegen ihre Genehmigung vorgeht.
Wie geht‘s jetzt weiter?
Frauenheldinnen e. V. wird eine betroffene Klägerin bei einer Fortsetzungsfeststellungsklage gegen die Stadt Köln unterstützen.
Was du jetzt tun kannst
Finanziell unterstützen
Für die geplante Fortsetzungsfeststellungsklage mit einer betroffenen Klägerin fallen erneut Anwalts- und Gerichtskosten an.
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Protestieren
Schließe dich unseren Protesten gegen Leihmutterschafts- und Kinderwunschmessen an – vor Ort oder online. Öffentlichkeit schützt, Dokumentation wirkt.
Verantwortung einfordern
Schreibe an die Verantwortlichen:
- die Stadt Köln als Genehmigungsbehörde
- die Sartory-Säle als Veranstaltungsort
und fordere sie auf, künftig keine Veranstaltungen zuzulassen, auf denen für in Deutschland verbotene Praktiken wie Leihmutterschaft und Eizellspende geworben wird.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Frauen und Kinder nicht zur Ware werden.
