Einladung zur Kundgebung „Freiheit für unsere Mädchen“
Der Verein Frauenheldinnen e. V. lädt zu einer Kundgebung am 15. März 2026 in Berlin ein. Anlass ist der erstmals in Berlin ausgerufene „Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit“.
Die Veranstalterinnen warnen davor, dass unter diesem politischen Schlagwort legitime Kritik an islamistischen und patriarchalen Strukturen delegitimiert werden könnte – mit direkten Folgen für die Rechte und die Sicherheit von Frauen und Mädchen.
Die Kundgebung bringt bekannte Frauenrechtlerinnen, Journalistinnen und Aktivistinnen zusammen, die sich seit Jahren für Gleichberechtigung und gegen religiös begründete Frauenunterdrückung einsetzen.
Redebeiträge u. a. von
- Seyran Ateş, Anwältin und Frauenrechtlerin
- Birgit Ebel, Lehrerin
- Astrid Manthey, Gleichstellungsbeauftragte
- Maral Salmassi, Exiliranerin, Zera Institut
- Birgit Gärtner, Journalistin
- Dr. Isabel Rohner, Publizistin, (Die Podcastin), Literaturwissenschaftlerin
- Dr. Alexander King, Berliner Abgeordnetenhaus (BSW)
Ort und Zeit
Breitscheidplatz / Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin
15. März 2026 ab 14:00 Uhr
Hintergrund
Sowohl bundesweit als auch insbesondere in Berlin ist seit Jahren eine zunehmende Präsenz religiös-politischer Lobby- und Interessenverbände zu beobachten, die Einfluss auf Bildungs- und Integrationspolitik nehmen.
Der staatlich ausgerufene „Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit“ birgt aus Sicht der Veranstalterinnen die Gefahr, dass legitime Kritik an frauenfeindlichen Ideologien delegitimiert wird.
Frauenheldinnen e.V. setzt sich dafür ein, dass Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz in einer offenen Gesellschaft haben. Gerade deshalb ist es jedoch unerlässlich, Gewalt, Zwang und frauenfeindliche Strukturen klar zu benennen und wissenschaftlich zu untersuchen.
Besonders betroffen sind auch säkulare, liberale und religiös nicht gebundene muslimische Frauen, die unter patriarchalem Druck, religiöser Kontrolle und innerfamiliären Sanktionen leiden und deren Stimmen im öffentlichen Diskurs häufig überhört werden.
Die Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Susanne Schröter bringt dies auf den Punkt:
„Schon das Wort Islamismus wird unter Verdacht gestellt. Man möchte den Islam nicht mit negativen Dingen in Bezug bringen, fokussiert stattdessen auf Islamfeindlichkeit oder die Diskriminierung von Muslimen. Man glaubt es kaum, wie viele Projekte zur Islamfeindlichkeit finanziert werden.“
Sicherheitslage & Statistik
Während für eine flächendeckende systematische Gefährdung von Muslimen keine belastbaren statistischen Belege vorliegen, zeigen die verfügbaren Daten eine deutliche Verschlechterung der Sicherheitslage für Frauen und Juden.
- Laut Bundeskriminalamt wurden 2023 insgesamt 761 Gruppenvergewaltigungen registriert – mehr als zwei pro Tag.
- Ein erheblicher Teil der Tatverdächtigen verfügte über keine deutsche Staatsangehörigkeit.
- Das Sicherheitsgefühl von Frauen im öffentlichen Raum hat sich laut Umfragen deutlich verschlechtert: Viele meiden nachts bestimmte Wege und Verkehrsmittel.
- Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) registrierte 2023 insgesamt 5.164 antisemitische Straftaten – einen historischen Höchststand.
- Demgegenüber wurden 1.464 islamfeindliche Straftaten erfasst. Eine Schwerpunktkategorie in der PKS existiert hierfür nicht.
Aus den amtlichen Kriminalstatistiken ergeben sich daher keine belastbaren Hinweise auf eine flächendeckende Gefährdung von Muslimen, wohl aber auf reale Bedrohungen für Frauen und jüdisches Leben, die politische Aufmerksamkeit erfordern.
Forderungen
Im Rahmen der Kampagne #UnsereMädchen fordert Frauenheldinnen e. V.:
- konsequente Strafverfolgung von Gewalt und Sexualdelikten ohne kulturelle oder religiöse Relativierung,
- wirksamen Schutz von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum,
- belastbare Täter- und Dunkelfeldstudien,
- eine politische Prioritätensetzung, die reale Gefährdungslagen adressiert
- gezielten Schutz für Frauen – auch aus muslimischen Familien – vor frauenverachtenden religiös oder kulturell begründeten Praktiken. Dazu zählen auch Phänomene wie sogenannte „Ehrenmorde“ sowie Formen sexualisierter Gruppengewalt (z. B. Taharrush jama’i), die in Deutschland spätestens seit der Silvesternacht 2015 öffentlich bekannt sind.
Einladung
Frauenheldinnen e. V. ruft Medienvertreterinnen, Bürgerinnen und Bürger sowie Unterstützerinnen und Unterstützer der Frauenrechte dazu auf, sich der Kundgebung anzuschließen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Freiheit, Gleichberechtigung und Sicherheit von Frauen und Mädchen zu setzen.
SharePic-Kampagne #UnsereMädchen – Unterstützerinnen und Unterstützer zeigen Gesicht für Frauenrechte
Wer nicht persönlich nach Berlin kommen kann, kann sich der Kampagne #UnsereMädchen auch online anschließen: Unterstützerinnen und Unterstützer senden ein SharePic mit Foto und Statement ein und zeigen damit öffentlich Gesicht für Frauenrechte, Gleichberechtigung und Freiheit.
Informationen und Beteiligung:
www.frauenheldinnen.de/unseremaedchen
Kontakt
Irene Kosok, Eva Engelken
Frauenheldinnen e. V.
E-Mail: info@frauenheldinnen.de