Strafverfahren eingestellt

Neuer Fall – und warum er dennoch ein Warnsignal ist

von | 5.01.26

Geschminkter Mann vor Transflagge

Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht: Ein gegen ein Mitglied der Frauenheldinnen – Heilender – geführtes Ermittlungsverfahren wegen angeblicher Beleidigung wurde ohne Auflagen eingestellt. Die Sache ist damit rechtlich erledigt.
Und dennoch wäre es falsch, sie einfach abzuhaken.

Was ist passiert?

Ein Transaktivist hatte Strafanzeige erstattet – nicht wegen Gewalt, nicht wegen Bedrohung, sondern wegen einer Meinungsäußerung. Ziel solcher Anzeigen ist in aller Regel nicht eine Verurteilung, sondern Einschüchterung: Wer den Mut verliert oder sich keinen Anwalt leisten kann, zieht sich zurück, löscht Beiträge, schweigt.
In diesem Fall ist das nicht gelungen – weil es professionelle Gegenwehr gab.

Warum das Verfahren eingestellt wurde

Dank anwaltlicher Vertretung durch Dr. Jonas Jacob (Kanzlei Frowein & Partner) konnte der Vorwurf rechtlich eingeordnet und entkräftet werden. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ohne Auflagen ein. Es gibt keinen Schuldspruch, keine Geldauflage, keinen Makel.

Was der Fall trotzdem gekostet hat

Auch eingestellte Verfahren kosten Geld.
In diesem Fall beliefen sich die Anwaltskosten auf rund 2.500 Euro.
Diese Summe konnte nur aufgebracht werden, weil es Solidarität gab:

  • Danke an alle Spenderinnen und Spender, die etwa die Hälfte der Kosten getragen haben.
  • Danke an die Frauenheldinnen, die die andere Hälfte der Kosten übernommen haben.

Ohne den Rechtshilfefonds der Frauenheldinnen hätte es keine Beauftragung des Anwalts gegeben – und ohne diese professionelle Verteidigung hätte der Betroffene vor der Wahl gestanden, entweder zu schweigen oder ein unkalkulierbares Risiko einzugehen.

Warum dieser Fall exemplarisch ist

Dieser Fall zeigt, wie leicht Strafanzeigen als Druckmittel eingesetzt werden können – und wie abhängig Meinungsfreiheit inzwischen vom Geldbeutel geworden ist. Wer sich nicht wehrt, verliert automatisch. Nicht, weil er Unrecht hat, sondern weil Einschüchterung wirkt.
Dass dieses Verfahren eingestellt wurde, ist ein Erfolg.
Dass es überhaupt geführt wurde, ist ein Skandal.

Warum wir weiterhin Unterstützung brauchen

Der konkrete Fall ist erledigt – andere sind es nicht.

Der Rechtshilfefonds ermöglicht es, schnell, unbürokratisch und wirksam einzuspringen, wenn Menschen durch juristische Mittel eingeschüchtert werden sollen.

Unser Appell

Wenn ihr

  • diesen konkreten Fall noch vollständig ausfinanzieren wollt oder
  • ⁠den Frauenheldinnen helfen möchtet, auch künftig in vergleichbaren Fällen schnell und entschlossen zu handeln,

dann unterstützt bitte den Rechtshilfefonds der Frauenheldinnen.
Jeder Beitrag hilft.
Nicht abstrakt – sondern ganz konkret.
Denn Meinungsfreiheit darf kein Luxus sein.

Jetzt steuerbegünstigt spenden!

Frauenheldinnen e.V.
Betreff:
Rechtshilfefonds
Gladbacher Bank

IBAN: DE02 3106 0181 5311 3990 06
BIC: GENODED1GBM

Paypal-Konto: konto@frauenheldinnen.de

Bitte geben Sie bei Spende via PayPal den Betreff an. Vielen Dank!

Wir sind viele!

Auf dieser Seite führen wir die Informationsströme – Beiträge, Links, Comments, Berichte etc. von vielen engagierten Feministinnen/ Bloggerinnen/Initiativen – zusammen und machen sie auf einer Plattform zugänglich.

Sie wollen auch dabei sein?

Schreiben Sie an info@frauenheldinnen.de

Spende an Frauenheldinnen

Ein Projekt von

Frauenheldinnen e.V. – Die gemeinnützige Förderplattform

Frauenheldinnen e.V. – Die gemeinnützige Förderplattform

Mehr zum Thema:

Netzwerk: Gründung der Partei FIF

Willkommen, FIF-Partei im wachsenden Netzwerk widerständiger Frauen!

Wir freuen uns sehr über einen neuen politischen Player: Mit der Gründung der Partei FIF: Frau in Führung, Frau Leben Freiheit bekommt der Protest eine politische Struktur. Das ist toll, denn dadurch wandern Frauenthemen vom Rand ins Zentrum der Politik.
Für uns Frauenheldinnen ist diese Gründung eine besondere Freude, denn drei der vier Frauen in der Parteiführung sind Frauenheldinnen: Hourvash Pourkian, Ute Lefelmann und Astrid Warburg Manthey. Und es zeigt, wie engmaschig das Netzwerk widerständiger Frauen inzwischen geknüpft ist – und hilft, zivilgesellschaftliches Engagement Einzelner in politische Verantwortung zu übersetzen.

mehr lesen

Update Frauenheldinnen gegen Babyhandel

Ein wichtiger Durchbruch – OVG NRW stärkt den Schutz von Frauen und Kindern

Gute Nachrichten für alle, die sich seit Jahren gegen Leihmutterschaft und Eizellspende engagieren: Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat heute einen Beschluss veröffentlicht, der unsere Arbeit entscheidend voranbringt. Auch wenn unsere konkrete Beschwerde formal keinen Erfolg hatte, ist die Begründung des Gerichts ein echter Durchbruch.

mehr lesen

Netzwerk: Gründung der Partei FIF

Willkommen, FIF-Partei im wachsenden Netzwerk widerständiger Frauen!

Wir freuen uns sehr über einen neuen politischen Player: Mit der Gründung der Partei FIF: Frau in Führung, Frau Leben Freiheit bekommt der Protest eine politische Struktur. Das ist toll, denn dadurch wandern Frauenthemen vom Rand ins Zentrum der Politik.
Für uns Frauenheldinnen ist diese Gründung eine besondere Freude, denn drei der vier Frauen in der Parteiführung sind Frauenheldinnen: Hourvash Pourkian, Ute Lefelmann und Astrid Warburg Manthey. Und es zeigt, wie engmaschig das Netzwerk widerständiger Frauen inzwischen geknüpft ist – und hilft, zivilgesellschaftliches Engagement Einzelner in politische Verantwortung zu übersetzen.

mehr lesen

Update Frauenheldinnen gegen Babyhandel

Ein wichtiger Durchbruch – OVG NRW stärkt den Schutz von Frauen und Kindern

Gute Nachrichten für alle, die sich seit Jahren gegen Leihmutterschaft und Eizellspende engagieren: Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat heute einen Beschluss veröffentlicht, der unsere Arbeit entscheidend voranbringt. Auch wenn unsere konkrete Beschwerde formal keinen Erfolg hatte, ist die Begründung des Gerichts ein echter Durchbruch.

mehr lesen