Der Fall Epstein und die Transideologie

Mail-Verkehr zwischen Wissenschaftlern und Jeffrey Epstein wirft Fragen auf

von | 6.03.26

Unser Mitglied Heilender hat sich die Epstein-Files angesehen. Er schreibt darüber, dass E-Mails auf Verbindungen zwischen dem verurteilten US-amerikanischen Pädokriminellen Jeffrey Epstein und Wissenschaftlern, die die Transideologie fördern, hindeuten.

Prostitution, Gewalt, Kindesmissbrauch

Am 30. Januar 2026 gab das US-Amerikanische Department of Justice Millionen von Dateien im Fall Jeffrey Epstein frei. Was bisher allgemein als „Verschwörungstheorie“ abgetan und belächelt wurde, war ab da schlagartig Realität.

Die Verbindungen von Epstein reichten quer über den Globus und in allerhöchste Kreise. Es ging um Sexpartys, Prostitution, Gewalt, Kindesmissbrauch. Unzählige Fotos und auch E-Mails belegen ein Netzwerk, das man sich nur schwer vorstellen kann.

Zu groß ist das Ausmaß der Verstrickungen. Politiker, Industrielle, Banker, Adlige – es gibt kaum eine Gruppe, die nicht beteiligt war. Es folgten sogar Rücktritte von Amtsinhabern und noch lange sind nicht alle Unterlagen gesichtet oder ausgewertet.

Themenkomplex „Trans“ in den Epstein-Files

Unter den „Epstein Files“ finden sich auch E-Mails mit einem Bezug zum Themenkomplex „Trans“. Vorbehaltlich einer ausstehenden Bewertung dieser E-Mails bleiben verstörende Eindrücke von Beziehungen zwischen Professoren und Ärzten mit dem verurteilten Pädokriminellen Epstein.

Diese Mail von Robert Trivers wurde 2018 verfasst, also 10 Jahre nachdem Epstein das erste Mal verurteilt wurde. Trivers wusste somit, mit wem er sich da unterhielt. Robert Trivers ist Soziobiologe und Evulotionsbiologe. Er lehrte an Universitäten wie Harvard, der UCSC oder Rutgers (New Jersey). 2005 wählte man ihn in die American Academy of Arts and Sciences, 2008/09 war er „Fellow“ am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Doch schauen wir uns nun an, was dieser renommierte Wissenschaftler an Jeffrey Epstein schrieb (Quelle: https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%209/EFTA01013384.pdf ):

Kurz gesagt geht es wohl um die sexuellen Vorzüge von „Transfrauen“, in der Mail explizit „Frau mit Schwanz“ genannt. Als heterosexueller Mann könne man mit dieser seine Fantasie ausleben, einen „Männerschwanz zu lutschen“ und dennoch heterosexuell bleiben.

Die Vorzüge („das Beste beider Welten“) von „Transfrauen“ werden gelobt, denn diese wären sexuell glücklich und „nicht einmal Kastration“ könne etwas an der Orgasmusfähigkeit ändern, sobald die Patienten das Mannesalter erreicht haben.

Dagegen bezeichnet Trivers „Transmänner“ als „arme Frau-zu-Mann-Versionen“, die einsam und unglücklich bleiben.

Am Ende der Mail schreibt Rivers: „Übrigens, wir drängen jetzt auf eine frühere Intervention – wenn Sie also bemerken, dass Ihr 3-jähriger Sohn transsexuelle Tendenzen hat, und Sie dann mit Hormonen eingreifen – ich hätte Angst davor – aber wer weiß?“

Verbindung zu Transgender-Medizinern?

Zwei weitere E-Mails hinterlassen einen ähnlich irritierenden Eindruck. Es geht um Jess Ting, Chirurg für Transgender-Operationen, welche auch an Minderjährigen durchgeführt wurden. Jess Ting ist einer der Chirurgen, die die „Transgender-Aktivistin“ Jazz Jennings begleitet und schließlich im Alter von 17 Jahren operiert hatten.

In der ersten Mail von 2013 geht es um die Einladung auf „die Insel“ von Jeffrey Epstein (https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%2010/EFTA02145143.pdf ):

Nach der Einladung durch Epstein wurde ein Datum festgelegt und Jess Ting gab an, seine „Freundin Michelle und ihre drei Kinder (5, 8, 8) sowie die beiden Nannies“ mitzubringen. Zu diesem Zeitpunkt musste Ting ebenfalls bewusst gewesen sein, um wen es sich beim bereits 5 Jahre zuvor verurteilten Epstein handelt.

Drei Jahre später dann die zweite Mail, die in den Akten auffindbar ist (https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%209/EFTA00671299.pdf ):

Hier bedankt sich Jess Ting für 50.000 Dollar Forschungsunterstützung und wie sehr dies „Früchte getragen“ hätte. Voller Stolz erzählt Ting, wie er zum „Surgical Director“ des brandneuen „Transgender-Surgery“-Programms am Mount Sinai Krankenhaus gemacht wurde. „Es war eine so interessante und innovative Idee“, gibt Ting weiter an und meint damit offenbar, dass Mount Sinai zu einem Zentrum für „Transgender Health“ und entsprechenden Behandlungen („surgery and care“) avanciert.

Dann fragt er noch nach einer eventuellen Finanzierung für eine Dokumentation darüber und ist der Meinung, dass sowohl das Center als auch die Doku Gutes für die Welt tun würden.

Schwierige Aufarbeitung

Die Aufarbeitung der freigegebenen Daten wird, wie gesagt, noch lange dauern. Welche Schlüsse man daraus zieht und ob es zur Strafverfolgung kommt, bleibt offen. Immerhin ist Jeffrey Epstein verstorben und es geht bei den in den Akten genannten Personen um äußerst einflussreiche Personen und Organisationen. Wer will sie anklagen? Weswegen genau? Immer noch sind etliche Namen geschwärzt, angeblich aus Gründen des Opferschutzes und eine Strafverfolgung steht derzeit nicht im Raum, da es sich bei den Akten nicht um Beweise, sondern um Indizien handelt.

Relativierungen hören wir schon genauso wie falsche Beschuldigungen und gefälschte Dateien und Bilder. Umso mehr wünscht man sich endlich Klarheit und eine Instanz, die Verbindungen schonungslos offenlegt, Namen nennt und Verantwortliche zur Rechenschaft zieht.

Doch wie genau soll das funktionieren, wenn die Täten über sich selbst richten müssen?

Autorin

  • Die Redaktion des FrauenheldinnenMagazins begleitet die Arbeit von Frauenheldinnen e.V. journalistisch und dokumentarisch und bietet Raum für Analysen, Interviews, Berichte und Debattenbeiträge.

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